Freitag, 26. Mai 2017

Kameratasche Jonny

Hier endlich die Fotos meiner neuen Kameratasche. Sie ist nach dem Schnittmuster von Lecker & Nähen entstanden, deren Schnittmuster man bei Farbenmix kaufen kann. Die Tasche hat einen wirklich gemütlichen, gepolsterten Schultergurt, dessen Polsterung man aber wahlweise auch abmachen kann. Man schließt sie mit einem Schnappverschluss.


Hinten hat sie optional eine Einstecktasche. Ich habe die gesamte Tasche ein klein wenig in der Breite geschrumpft, so dass diese Tasche genauso groß ist wie unser Tablet. So sitzt es darin sicher und wir können es darin ab und zu auch mal mitnehmen, wenn wir unterwegs sind.


Vorn, unter der Taschenklappe, befindet sich eine weitere Tasche in der man allerlei aufheben kann. Besonders praktisch ist die Ziehharmonikatechnik mittels derer sie sich öffnet.


Darin befinden sich einige weitere kleine Taschen und Unterteilungen, unter anderem 2 kleine für Speicherkarten (sehr nützlich!)


Innen ist sie, wie man sieht, wirklich gut gepolstert, was wohl den meisten Aufwand an diesem Projekt ausmacht. In der Tasche, kann ich mir vorstellen, überlebt eine Kamera auch einen Sturz aus einer guten Höhe.


In die Klappe ist ebenfalls eine große Netztasche integriert, die sich mit Reißverschluss schließen lässt.


Und an jeder Seite außen befindet sich je eine Netztasche in die man die Objektive, Flaschen, was das Herz begehrt und die Hand schnell loswerden möchte, stecken kann.

 

Ich will es nicht klein reden, man sollte vielleicht doch schon mehr als nur grundlegende Kenntnisse haben, wenn man sich an die Kameratasche Jonny wagt, sie ist ein ganz schön umfangreiches Projekt. Aber es lohnt sich, wir lieben sie!

Der Außenstoff: Cordura in braun 310g/qm (wetterfest)
Innen: Klettvelours
Details: Baumwolle
Netz: mesh fabric by Annie
Schnitt: Fototasche Jonny von Lecker & Nähen (erhältlich bei Farbenmix)

Sonntag, 14. Mai 2017

Hemden für Geburtstagskinder

Hier genäht habe ich, für die Geburtstagsfeier meines Kleinen, zwei Hemden nach einem Schnitt aus der Ottobre Sommer 2016 namens "Starfish". Es hat sich mittlerweile als mein Lieblingsschnitt für kurzärmlige Jungenhemden etabliert, ich finde es sitzt einfach perfekt (slim fit).

Falls du einen Schnitt für ein kurzärmliges Hemd für Jungen in Größe 128-170cm suchst, kann ich es dir sehr empfehlen. Es hat optional auch Schulterklappen, die ich aber dieses Mal weggelassen habe.

Vorn und hinten besteht es aus mehreren Paneelen, was etwas mehr Arbeit macht als ein Standardschnitt, ihm aber einen wirklich schönen Sitz verpasst - wie ich finde.

Es war ein Waldgeburtstag, und so gab es für das Geburtstagskind passend:



Und für das schöne Wetter (hat geklappt!) für den Bruder:



Das Waldhemd habe ich mit kontrastierenden weißen Nähten versehen, das Schönwetterhemd mit Doppelnähten:



Ich habe die Fotos nach der Geburtstagsfeier gemacht, deshalb die vielen Falten. Nichts extra gestellt, ich hatte nicht den Nerv für eine extra Fotosession. Aber so sehen Hemden nun mal aus wenn man sie einen Tag lang trägt ;)



Und hier meine Fraggles samt Hemden in Action:





Ruhig und gelassen sind sie auch öfter mal ;)

Dienstag, 2. Mai 2017

Erste Hilfe - Täschchen für Pflaster

Neulich schnitt ich mich mal in den Zeh. Da fiel mir auf, wie unpraktisch es eigentlich ist, dass die Pflaster in einer Pappschachtel waren, die für Kinder ziemlich umständlich zu öffnen war. Ich konnte selbst ja nicht richtig hin laufen :)

Auf zu neuen Ufern, das habe ich zum Anlass genommen zum ersten Mal PVC Folie zu vernähen. Entstanden ist ein kleines Täschchen für Pflaster, das auch Kinder öffnen können. Und durch die Abteilungen innen kann man die Pflaster auch gut nach Größe ordnen.



Ich habe wirklich eine Weile gesucht, jedoch kein Pflastertäschchen dieser Art irgendwo gefunden, das ich hätte nachnähen können. Deshalb ist es mal wieder nach einem Eigenentwurf entstanden.

Und so ist hier, für alle ebenso Suchenden, entstanden ein:

Schnitt für dieses kleine Tasche für Pflaster

Für dieses Projekt habe ich mir übrigens einen Teflonfuß bestellt. Da ich ja meine Bernina habe, habe ich den Bernina Zickzack-Nähfuß mit Gleitsohle #52 gewählt



Anstatt dessen kann man auch einen normalen Zickzackfuß unten mit Washi Tape bekleben, das geht ich ganz gut als Provisorium. Ich habe mir aber gedacht, dass ich sicherlich jetzt öfter auch mal wieder PVC vernähen werde, und mir gleich die passenden Füße zugelegt.

Außerdem hatte ich mir den Bernina Zipper Foot mit Guide #14 bestellt, da ich manchmal doch etwas Probleme habe den Abstand bei Reißverschlüssen zu halten, gerade bei mehreren Lagen übereinander. So eine Abstandsschiene habe ich mir praktisch vorgestellt und im Einsatz ist sie das auch.

Mir wurde nur tatsächlich anstatt dessen überraschenderweise der Teflonfuß für Reißverschlüsse #54 zugeschickt. Der macht genau das gleiche, nur auch auf Leder, PVC oder anderen Materialien die schwer transportieren, ist auch mit Teflon beschichtet. Der Händler hatte ihn als Ersatz geschickt, der ursprünglich bestellte war wohl gerade nicht vorrätig. Da war ich jetzt nun perfekt gerüstet für mein Projekt.



Dienstag, 18. April 2017

Lauter Neues: Laptopmatte und Co.

1. MINI CHARM PACKS

Ganz unbedarft habe ich mir mal zwei 2,5"x2,5" (6,3cmx6,3cm) Mini Charm Packs gekauft. Ich dachte, damit kann man vielleicht mal kleinere Projekte anders gestalten, ohne sich gleich Meterware verschiedener Stoffe eines Sortiments kaufen zu müssen.

Freitag kamen meine beiden ersten Mini Charm Packs an, und 2 Tage später kam mir gleich auch ein Projekt dafür in den Sinn.



2. ZUSCHNEIDETISCH

Ich habe mir nämlich in der letzten Woche auch einen Zuschneidetisch gekauft. Es ist der Norden Klapptisch von Ikea geworden. Ich habe nicht den Platz für einen stationären großen Zuschneidetisch, und musste bisher auf meinem kleinen Schreibtisch zuschneiden (auf dem ja auch meine ganzen Tools samt Nähmaschine stehen). Das bedeutete, dass ich meist auf dem Boden gesessen und zugeschnitten habe.



Und damit die schöne neue Arbeitsfläche so schön weiß und makellos bleibt, habe ich gedacht, es wäre doch besser eine Unterlage für meinen Laptop dafür zu haben. Geboren war die Idee mich an meinem ersten Patchworkprojekt zu versuchen.

3. QUILTEN

Ich habe keine einzige Anleitung dazu gelesen (werde das jetzt aber mal nachholen), und meine Laptopmatte ist wirklich genau so geworden, wie ich sie mir anfangs vorgestellt hatte:



Ich bin ganz zufrieden mit meinem ersten Quiltresultat und freue mich über meine kleine Matte. Ich werde sicherlich niemals heißblütig viele Decken quilten, aber es hat mich doch gepackt es mal zu lernen. Man kann damit ja auch andere, kleinere Projekte, wie Taschen bspw. aufmöbeln. Und wer weiß, vielleicht mache ich mir ja auch sogar einmal eine Decke.

Mini charm pack: Moda Mixed Bag 2017

4. BANDEINFASSER FÜR DIE BERNINA

Zum Einsatz für den Rand kam meine nächste Neuigkeit: mein neuer Bandeinfasser.



Vorher hatte ich ihn noch nicht benutzt, und er hat gleich funktioniert, ich war total fasziniert. Mit den Ecken hatte ich so meine Probleme, da werde ich mal kucken ob ich dazu Tipps finde. Dies hier ist ein 32mm Bandeinfasser für nicht vorgefalzte Bänder. Und das beste ist, die Bandeinfasser passen auch an die Coverlock von Bernina, ich habe die Bernina L220 Coverlock.

5. NÄHFUß FÜR BANDEINFASSER



Für die Nähmaschine braucht man jedoch den Bandeinfasserfuß #95 bzw. #95C (je nach Modell). Dieser Fuß ist absolut baugleich mit dem normalen Nähfuß 1C, ist jedoch 2mm schmaler. Ich habe versucht, ob der normale 1C auch funktionieren würde. Das würde gehen, jedoch nur bei ganz schmalen Bändern, ansonsten kann man damit die Nadel nicht nah genug am Band positionieren (man hat ja nur 5mm Spiel in eine Richtung mit der Nadel, 2mm davon sind doch schon erheblich). Für meine Bandeinfasser brauche ich den Bandeinfasserfuß #95.

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Sonntag, 16. April 2017

Ruckzuck Stifterolle

Ich liebe Technik. Ich habe jedes meiner Laptops schon offen vor mir gesehen, die meisten auch total zerlegt, Screens ausgetauscht, Scharniere repariert etc.. Früher habe ich kaputte Laptops auf Ebay aufgekauft und zu funktionierenden zusammengebaut, um mir nebenher etwas Geld zu machen.



Deshalb habe ich auch eine Menge Werkzeug dafür, unter anderem ein Set Pinzetten, die leider ohne Verpackung ankamen. Die sind vorn sehr spitz, und brauchten deshalb ein Behältnis. Eine etwas komische Kombination meiner Hobbies, heute in einer kurzen 1 Stunden Session entstanden ist eine einfache genähte Rolltasche dafür.



Und weil ich selbst oft nach Tipps suche, wenn ich etwas noch nicht gemacht habe, habe ich mit der Kamera drauf gehalten und entstanden ist ein:


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Dienstag, 11. April 2017

Kapuzenshirts und Co.

Es ist nicht so, dass ich untätig gewesen wäre im letzten halben Jahr. Ich habe viel gemacht, nur selten Fotos. Irgendwie fehlt mir derzeit der Elan, vielleicht auch die Motivation dazu Fotosessions zu machen. Das kostet ja auch Zeit, und irgendwie war ich anstatt dessen doch lieber schaffend kreativ.

Hier jedoch mal meine zwei letzten Machwerke, 2 sommerliche Kapuzenshirts. Der Grundschnitt ist der Zauberlehrling der Zuckerwolkenfabrik. Die Kapuze dazu habe ich jedoch selbst entworfen. Wenn auch die Originalkapuze des Schnitts schön ist, wäre sie doch für ein Sommershirt vorn zu 'schalig' und warm gewesen, auch zu schwer.



Ich habe die Kapuzen aus ganz leichtem Viscosejersey genäht, sie sind federleicht, haben fast kein Gewicht. Die Kinder lieben sie, je länger je lieber. Und auch ich mag Kapuzen zipfelig am allerliebsten.

Ich habe auch dieses Mal keine Muße gehabt, nur um der Präsentation der Shirts willen, eine ausgiebige Fotosession zu machen. Und so habe ich nur so ein bisschen mit dem Smartphone geknipst während die Kinder gespielt haben.



Hier die Shirts vorne - die Stoffe haben die Kinder ausgesucht, ganz so farbenfroh wäre meine eigene Wahl nicht gewesen:

 

Und auf diesem Bild fiel mir auf, dass ich ja auch die Hose nie fotografiert hatte. Mittlerweile schon x-mal gewaschen:

 

Mein Lieblingschnitt für Kinderjeans, die Henri Hose von Farbenmix. Hintern nähe ich immer einen Gummi ein. In den letzten Monaten habe ich noch einige mehr davon produziert.

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Schnittbeschwerer / pattern weights

Es gab, glaube ich, kaum je einen vergleichbaren Moment, wie jenen als ich im Netz über diese Idee gestolpert bin. Sie tauchte in irgendeiner Sammlung von Anregungen für Stoffresteverwertung auf. Sofort schlug mein Herz Purzelbäume. Nicht nur, dass ich genau so etwas dringend brauchte, nein, man konnte auch noch seine Reste dafür verwenden: Geburtstag und Weihnachten auf einmal!


Trotzdem jedoch lag diese Idee nun über ein Jahr in einem tiefen Ordner (ich mache mir oft screenshots von Ideen). Und so manches Mal beim zuschneiden dachte ich mir: "Ach hätte ich mir doch nur schon diese kleinen, praktischen Pyramiden zu beschweren gemacht! Tja, dafür brauchst du mal Zeit..."

Es war eines jener Dinge, die man immer aufschiebt, zugunsten anderer, wichtiger erscheinender Projekte. Aber nun heute war es soweit. Die Osterferien haben begonnen, und ich bin kinderlos, und habe viele Sachen gemacht, die ich sonst gern aufschiebe: Nähmaschinen gründlich reinigen und ölen, Zubehörschränkchen aufräumen ect..

Dann wollte ich mir die nächste Größe meiner Lieblingshose für die Kids abpausen, und da passierte es: Ich habe dies liegen lassen und mich anstatt dessen kurz entschlossen an die Schnittbeschwerer gemacht. Das war eine sehr gute Idee! Hier sind sie also, klein und unscheinbar, aber trotzdem Oho:


Ich freue mich total darüber, weil ich selten etwas für mich selbst nähe. Ein kleines Geschenk das ich mir selbst gemacht habe...

Und falls ihr euch auch welche machen wollt: Ich hatte heute sogar so viel Muße die Entstehung zu knipsen, hier:

Kleines Tutorial samt Schnittmuster

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