Tutorial: Kleines Dreieckstäschchen

INHALT

1. Material
2. Zuschneiden
3. Der Reißverschluss
4. Zusammennähen
5. Die Ecken
6. Wenden und Ausformen
7. Fertigstellen
8. Plane dein eigenes Dreieckstäschchen

Ein kleines Projekt, für Anfänger geeignet. Das Täschchen wird fertig 15cm breit und 10cm hoch sein, und unten eine Standfläche von 4cm haben. Es bietet sich zum Aufbewahren vielerlei kleiner Dinge an, für bspw. Schminksachen, Haarspangen, vielleicht auch für Medizin, wenn man sie oft nehmen muss.

Du benötigst:
  • Außenstoff 20,5cm x 26cm / bzw. Breite x Höhe
  • 2 Stoffstücke 8cm x 4cm (optional)
  • Innenstoff 20,5cm x 26cm / bzw. Breite x Höhe
  • Volumenvlies 20,5cm x 26cm (z.B. Vlieseline 630 oder 640) / bzw. Breite x Höhe
  • 1 Stück Endlosreißverschluss plus Zipper
In den Maßen ist eine Nahtzugabe von 0,75cm enthalten.




2. ZUSCHNEIDEN

Falte den Stoff schneide den Innen- und den Außenstoff rechts auf rechts im Bruch zu. Der Bruch sollte zugeschnitten so lang sein wie die Breite, hier 20,5cm lang.

Schneide so zwei gefaltete Rechtecke zu, die gefaltet 20,5cm x 13cm groß sind (Breite mal halbe Höhe), ausgebreitet 20,5cm x 26cm groß (Breite mal Höhe).



Nun zeichnest du dir an den offenen Seiten des Außen- sowie des Innenstoffes (an den dem Bruch gegenüberliegen Seiten) die Schnittmarkierungen an, jeweils vom Rand ausgehend. Hier sind das jeweils 2cm (sonst das Maß dafür aus dem Kalkulator). Verbinde nun diese Markierungen mit dem äußersten Punkt der Bruchkanten, und schneide diese Dreiecke ab.



Nun bügelst du das Volumenvlies (nach Anleitung des Herstellers) auf die linke Seite des Außenstoffes. Setze nun auf der linken Seite, genau am Mittelfalz, ebenfalls die Schnittmarkierungen, hier 2cm vom Rand entfernt (sonst das Maß dafür aus dem Kalkulator).



3. DER REIßVERSCHLUSS

Schneide nun den Reißverschluss auf 18,5cm Länge zu (Maß der Breite). Wenn du ihn noch extra mit 2 kleinen Stoffenden versäubern willst, sollte er an beiden Seiten ca. 1cm kürzer sein als die kurze Stoffkante (Bild). Du kannst das Täschchen aber auch ohne die Stoffenden nähen, dann lasse sie weg und den Reißverschluss einfach am Stoffende enden.

Nun befestigst du jedes der beiden Teile des Reißverschlusses mit Stecknadeln oder Klammern zwischen Außen- und Innenstoff. Die Stoffe liegen dabei rechts auf rechts, und der Reißverschluss zeigt zur Mitte hin, seine Zähnchen gen Außenstoff.

Nähe nun den Reißverschluss fest. Die Naht sollte etwa in der Mitte des Reißverschlusses liegen, und bei eingefassten Enden sowohl 2cm vom Rand beginnen als auch 2cm vom Rand enden. Fasst du die Enden nicht ein (einfachere Variante für Anfänger), nähst du den RV einfach bis zum Rand fest.

Tipp: Viele Nähmaschinen transportieren hierbei besser wenn das Volumenvlies nicht unten liegt.



Danach wendest du alles links auf links, und bügelst von außen die eben genähte Kante unter dem Reißverschluss, und ebenso die nicht eingefassten Enden.

Achtung: Auf keinen Fall darfst du mit dem Bügeleisen über den Reißverschluss gehen. Man sieht es oft nicht, aber der Reißverschluss kann dadurch auch später noch kaputt gehen.

Die Enden des Reißverschlusses werden in ein kleines Stück Stoff eingefasst, damit sie später sauberer aussehen. Hier ein Voreindruck dessen, wie der Reißverschluss später in sie eingefasst werden wird:



Diese Stoffstücke sind optional, und bieten sich vor allem bei größeren Taschen an. Du kannst auch den Reißverschluss bis zum Ende gehen lassen, ohne ihn extra einzufassen, das sieht auch gut aus.

Für die Version mit eingefassten Enden beginnst du damit die beiden kleinen Stoffstücke einmal längs, links auf links, zu bügeln. Danach bügelst du noch einmal die Enden auf die zuvor entstandene Mittelfalte.

Nun fasst du mit diesen Laschen die Enden einer Hälfte des Reißverschlusses ein, zwischen Außen- und Innenstoff. Zuerst steckst du sie rechtwinklig zum Reißverschluss fest, und zwar genau zwischen Innen- und Außenstoff und deren nach innen gebügelte Nahtzugaben.

Danach steppe sie knappkantig ab. Du beginnst an den Laschen und steppst entlang des gesamten Reißverschlusses die Längsseite bis hin zum Ende der Lasche an der anderen Seite ab.

Der Futterstoff sollte die Laschen ebenso einfassen, wie der Außenstoff.

Nun steppst du ebenfalls den Reißverschluss auf der anderen Seite ab. Hier jedoch beginnst du 2cm vom Rand, und endest auch 2cm von ihm, vorerst ohne Laschen.

Danach fädelst du den Zipper auf den Reißverschluss, deine Tasche macht nun einen Loop. Richte ihn sorgfältig aus, damit der Reißverschluss gleichmäßig schließt und beide Enden bündig sind. 

Danach steckst du die zuvor befestigten Laschen ebenso auf der anderen Seite fest, und nähst sie fest.



Tipp: Dabei musst du die Unterseite des "Loops" zur Mitte hin wegbiegen, noch sicherer ist es die Rückseite dort kurzfristig festzustecken, um die Enden einfacher einfassen zu können.

Es ist wichtig nun den Reißverschluss zu etwa zwei Dritteln zu öffnen, damit du dein Täschchen später gut wenden kannst.

4. ZUSAMMENNÄHEN

Nun wendest du dein Nähstück, und faltest sowohl das Futter als auch den Außenstoff in der Mitte, rechts auf rechts aufeinander, so dass sie wie Trapeze aussehen. Der Reißverschluss wird dadurch in der Mitte geknickt.

Am wichtigsten ist es, dass der Knick am Reißverschluss (und seinen Endstücken) absolut mittig sitzt. Er zeigt in Richtung des Außenstoffes.

Stecke nun dein Nähstück so fest (Mit Klammern oder Stecknadeln).



An einer Seite des Futter- bzw. Innenstoffes wird die Wendeöffnung bleiben. Letztere sollte genau in der Mitte offen bleiben, und ca. die Hälfte dieser Seite betragen. Versäubere am besten die beiden Stoffkanten dieser Wendeöffnung vorher, so wird der Stoff sich später beim Wenden nicht übermäßig dehnen.



Nun nähst du entlang der festgesteckten, offenen Längsseiten, wobei du obige Wendeöffnung aussparst. An den Endstücken der Reißverschlüsse, also in der Mitte, nähe einmal hin- und her, um diese Nähte etwas stabiler zu machen.

5. DIE ECKEN

Damit dein Täschchen später steht, müssen nun die Ecken abgenäht werden. An allen vier Ecken, falte rechts auf rechts die Naht der Ecken auf die gegenüberliegende Mitte, so dass sich Dreiecke ergeben. Deine zuvor gesetzten Markierungen sollten genau gegenüber der Naht liegen.

Du nähst jede der vier Ecken nun genau so fest. Benutze deine Markierungen um das Füßchen der Nähmaschine daran auszurichten. Mit einem Standardfuß solltest du so 0,75cm neben der jeweiligen Markierung nähen.

Du kannst die Länge deiner Naht danach kontrollieren, sie sollte für dieses Täschchen genau 4cm lang sein, so tief wie die Standfläche später. Bei eigenen Maßen ist das das Maß der Tiefe.

Hast du alle Ecken abgenäht, und ihre Maße stimmen, so schneide nun die Zipfel knappkantig ab.


6. WENDEN UND AUSFORMEN

Jetzt ist der große Augenblick gekommen, und dein Täschchen kann gewendet werden. Benutze hierfür die Wendeöffnung am Futter. Forme es schön aus, besonders die Ecken.

Wenn es schön aussieht, schließe die Wendeöffnung. Das sieht mit Hand und einem Leiterstich natürlich am schönsten aus, aber du kannst es auch wie ich machen, und dafür zu bequem sein und die Nähmaschine benutzen. Falte dafür die Nahtzugabe nach innen, und die Kanten des Futters zusammen, und nähe ganz knapp an ihren Kanten entlang.



7. FERTIGSTELLEN

Zuletzt greifst du in die unteren Ecken des Futters, und richtest sie genau an den Ecken des Außenstoffes aus. Fixiere beide Ecken von außen, so dass Füßchen entstehen.



Nun nähst du knappkantig an der Außenkante entlang, so dass auch der Innenstoff mit erfasst wird. Das gibt dem Täschchen Standfestigkeit, und fixiert die Dreiecksform.

Fertig ist das Dreieckstäschchen!



8. PLANE DEIN EIGENES DREIECKSTÄSCHCHEN

Mit diesem Rechner kannst du dir ein Dreieckstäschchen mit eigenen Maßen erstellen.

 *mind. 8cm
 *mind. 3cm
 *mind. 6cm
 *mind. 0,25cm



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