Dienstag, 18. April 2017

Lauter Neues: Laptopmatte und Co.

1. MINI CHARM PACKS

Ganz unbedarft habe ich mir mal zwei 2,5"x2,5" (6,3cmx6,3cm) Mini Charm Packs gekauft. Ich dachte, damit kann man vielleicht mal kleinere Projekte anders gestalten, ohne sich gleich Meterware verschiedener Stoffe eines Sortiments kaufen zu müssen.

Freitag kamen meine beiden ersten Mini Charm Packs an, und 2 Tage später kam mir gleich auch ein Projekt dafür in den Sinn.



2. ZUSCHNEIDETISCH

Ich habe mir nämlich in der letzten Woche auch einen Zuschneidetisch gekauft. Es ist der Norden Klapptisch von Ikea geworden. Ich habe nicht den Platz für einen stationären großen Zuschneidetisch, und musste bisher auf meinem kleinen Schreibtisch zuschneiden (auf dem ja auch meine ganzen Tools samt Nähmaschine stehen). Das bedeutete, dass ich meist auf dem Boden gesessen und zugeschnitten habe.



Und damit die schöne neue Arbeitsfläche so schön weiß und makellos bleibt, habe ich gedacht, es wäre doch besser eine Unterlage für meinen Laptop dafür zu haben. Geboren war die Idee mich an meinem ersten Patchworkprojekt zu versuchen.

3. QUILTEN

Ich habe keine einzige Anleitung dazu gelesen (werde das jetzt aber mal nachholen), und meine Laptopmatte ist wirklich genau so geworden, wie ich sie mir anfangs vorgestellt hatte:



Ich bin ganz zufrieden mit meinem ersten Quiltresultat und freue mich über meine kleine Matte. Ich werde sicherlich niemals heißblütig viele Decken quilten, aber es hat mich doch gepackt es mal zu lernen. Man kann damit ja auch andere, kleinere Projekte, wie Taschen bspw. aufmöbeln. Und wer weiß, vielleicht mache ich mir ja auch sogar einmal eine Decke.

Mini charm pack: Moda Mixed Bag 2017

4. BANDEINFASSER FÜR DIE BERNINA

Zum Einsatz für den Rand kam meine nächste Neuigkeit: mein neuer Bandeinfasser.



Vorher hatte ich ihn noch nicht benutzt, und er hat gleich funktioniert, ich war total fasziniert. Mit den Ecken hatte ich so meine Probleme, da werde ich mal kucken ob ich dazu Tipps finde. Dies hier ist ein 32mm Bandeinfasser für nicht vorgefalzte Bänder. Und das beste ist, die Bandeinfasser passen auch an die Coverlock von Bernina, ich habe die Bernina L220 Coverlock.

5. NÄHFUß FÜR BANDEINFASSER



Für die Nähmaschine braucht man jedoch den Bandeinfasserfuß #95 bzw. #95C (je nach Modell). Dieser Fuß ist absolut baugleich mit dem normalen Nähfuß 1C, ist jedoch 2mm schmaler. Ich habe versucht, ob der normale 1C auch funktionieren würde. Das würde gehen, jedoch nur bei ganz schmalen Bändern, ansonsten kann man damit die Nadel nicht nah genug am Band positionieren (man hat ja nur 5mm Spiel in eine Richtung mit der Nadel, 2mm davon sind doch schon erheblich). Für meine Bandeinfasser brauche ich den Bandeinfasserfuß #95.

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Sonntag, 16. April 2017

Ruckzuck Stifterolle

Ich liebe Technik. Ich habe jedes meiner Laptops schon offen vor mir gesehen, die meisten auch total zerlegt, Screens ausgetauscht, Scharniere repariert etc.. Früher habe ich kaputte Laptops auf Ebay aufgekauft und zu funktionierenden zusammengebaut, um mir nebenher etwas Geld zu machen.



Deshalb habe ich auch eine Menge Werkzeug dafür, unter anderem ein Set Pinzetten, die leider ohne Verpackung ankamen. Die sind vorn sehr spitz, und brauchten deshalb ein Behältnis. Eine etwas komische Kombination meiner Hobbies, heute in einer kurzen 1 Stunden Session entstanden ist eine einfache genähte Rolltasche dafür.



Und weil ich selbst oft nach Tipps suche, wenn ich etwas noch nicht gemacht habe, habe ich mit der Kamera drauf gehalten und entstanden ist ein:


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Dienstag, 11. April 2017

Kapuzenshirts und Co.

Es ist nicht so, dass ich untätig gewesen wäre im letzten halben Jahr. Ich habe viel gemacht, nur selten Fotos. Irgendwie fehlt mir derzeit der Elan, vielleicht auch die Motivation dazu Fotosessions zu machen. Das kostet ja auch Zeit, und irgendwie war ich anstatt dessen doch lieber schaffend kreativ.

Hier jedoch mal meine zwei letzten Machwerke, 2 sommerliche Kapuzenshirts. Der Grundschnitt ist der Zauberlehrling der Zuckerwolkenfabrik. Die Kapuze dazu habe ich jedoch selbst entworfen. Wenn auch die Originalkapuze des Schnitts schön ist, wäre sie doch für ein Sommershirt vorn zu 'schalig' und warm gewesen, auch zu schwer.



Ich habe die Kapuzen aus ganz leichtem Viscosejersey genäht, sie sind federleicht, haben fast kein Gewicht. Die Kinder lieben sie, je länger je lieber. Und auch ich mag Kapuzen zipfelig am allerliebsten.

Ich habe auch dieses Mal keine Muße gehabt, nur um der Präsentation der Shirts willen, eine ausgiebige Fotosession zu machen. Und so habe ich nur so ein bisschen mit dem Smartphone geknipst während die Kinder gespielt haben.



Hier die Shirts vorne - die Stoffe haben die Kinder ausgesucht, ganz so farbenfroh wäre meine eigene Wahl nicht gewesen:

 

Und auf diesem Bild fiel mir auf, dass ich ja auch die Hose nie fotografiert hatte. Mittlerweile schon x-mal gewaschen:

 

Mein Lieblingschnitt für Kinderjeans, die Henri Hose von Farbenmix. Hintern nähe ich immer einen Gummi ein. In den letzten Monaten habe ich noch einige mehr davon produziert.

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Schnittbeschwerer / pattern weights

Es gab, glaube ich, kaum je einen vergleichbaren Moment, wie jenen als ich im Netz über diese Idee gestolpert bin. Sie tauchte in irgendeiner Sammlung von Anregungen für Stoffresteverwertung auf. Sofort schlug mein Herz Purzelbäume. Nicht nur, dass ich genau so etwas dringend brauchte, nein, man konnte auch noch seine Reste dafür verwenden: Geburtstag und Weihnachten auf einmal!


Trotzdem jedoch lag diese Idee nun über ein Jahr in einem tiefen Ordner (ich mache mir oft screenshots von Ideen). Und so manches Mal beim zuschneiden dachte ich mir: "Ach hätte ich mir doch nur schon diese kleinen, praktischen Pyramiden zu beschweren gemacht! Tja, dafür brauchst du mal Zeit..."

Es war eines jener Dinge, die man immer aufschiebt, zugunsten anderer, wichtiger erscheinender Projekte. Aber nun heute war es soweit. Die Osterferien haben begonnen, und ich bin kinderlos, und habe viele Sachen gemacht, die ich sonst gern aufschiebe: Nähmaschinen gründlich reinigen und ölen, Zubehörschränkchen aufräumen ect..

Dann wollte ich mir die nächste Größe meiner Lieblingshose für die Kids abpausen, und da passierte es: Ich habe dies liegen lassen und mich anstatt dessen kurz entschlossen an die Schnittbeschwerer gemacht. Das war eine sehr gute Idee! Hier sind sie also, klein und unscheinbar, aber trotzdem Oho:


Ich freue mich total darüber, weil ich selten etwas für mich selbst nähe. Ein kleines Geschenk das ich mir selbst gemacht habe...

Und falls ihr euch auch welche machen wollt: Ich hatte heute sogar so viel Muße die Entstehung zu knipsen, hier: ein kleines Tutorial samt Schnittmuster

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Mittwoch, 5. April 2017

To be or not to be - Lifestyle and beyond

Ich habe nun schon lange nichts in diesem Blog gepostet. Es ist jedoch nicht so, dass ich nicht an ihn gedacht hätte. Eigentlich soll es ja gar kein Blog für lange Selbstdarstellungen sein, aber mir ist gerade danach zu schreiben. Es ist mitten in der Nacht, und ich denke an dies und das ... unter anderem diesen Blog.

Was will ich eigentlich damit, frage ich mich. Ich lese ab und an mal andere Blogs, vor allem wenn ich Schnittmuster suche, und man kommt dabei nicht umhin sich ein Bild davon zu machen und sich auch damit zu vergleichen.

Ich war seit Beginn des Jahres wirklich produktiv, habe selten Lust komme jedoch nicht dazu Fotos davon zu machen. Die Zeit ist der eine Faktor. Oft frage ich mich jedoch auch: Für wen machst du welche Fotos? Willst du mit deinem Blog ein Image von dir erstellen?

Das Problem, das ich sehe ist, dass viele Blogs versuchen sich ein Lifestyle-Image zu kreieren. Es gibt die so typischen Fotos aus schrägen Perspektiven. Bei Nähsachen zeigen sie nur Bruchteile des Nähstücks, dafür "künstlerisch" verzerrt und günstig aufgenommen. Oft sieht man nicht ein einziges Foto auf dem das Produkt in der Gesamtheit darauf ist.

Ich muss sagen, mittlerweile bin ich selbst übersättigt von dieser Art von Fotografie und Selbstdarstellung. Ein Näh- und/oder Selbermacherblog kommt ja gar nicht umhin sich durch die Art und Weise der Gestaltung ein gewisses Image zu geben. Oft geschieht das aber auch sehr bewusst. Ich lese ab und an, dass Leute die Produkttester suchen, gezielt nach Bloggern suchen, deren Blogs viel frequentiert werden, welche aber auch "firm in Lifestylepräsentation" sind.

Da frage ich mich was dieses 'Lifestyle' denn so generell inhaltlich bedeutet. Auf jeden Fall ist es ein künstliches Produkt. Es handelt sich um eine Parallelwelt der Perfektion. Alles muss makellos aussehen und die Texte dürfen nicht polarisieren. Bilder sollen die Sehnsucht noch Sorglosigkeit befriedigen, einer virtuellen, heilen Welt, die so real nicht existiert.

Damit kann ich selbst wenig anfangen, ab einem gewissen Punkt stößt mich diese Künstlichkeit ab. Und nun habe ich mich die letzten Monate gefragt inwiefern ich selbst mich denn eigentlich darstelle. Das ist ein ganz schönes Paradox, denn wenn man da einmal drüber nachdenkt, dann kann man kaum noch etwas posten, weil man sich dabei ja stetig selbstkritisch auf die Finger schaut. Man zerdenkt jedwede Tat bevor man sie ausführen kann ;)

Eines jedoch ist ganz klar, auf keinen Fall möchte ich mich einreihen, in den Teil der so eintönigen, glatten, oberflächlichen Blogger-Welt, die nur auf makellose Produkte und Präsentation fokussiert ist.